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Martina Gredler

Die Eingeborenen von Maria Blut
Maria Lazar
Stadttheater Klagenfurt
2026
Mit Andrea Eckert | Thomas Frank | Katarina Hartmann | Margot Mayrhofer | Johnny Mhanna | Julia Mikusch | Felix Oitzinger
Bühne Anna-Luisa Vieregge
Kostüm Moana Stemberger
Choreografie Daniela Mühlbauer
Musik Vera Mohrs
Licht Walter König
Dramaturgie Hans Mrak
Fotos Karlheinz Fessl

Pressestimmen:

Man merkt es kaum …und schon wackelt die Welt
Ein intensiver und in jeder Hinsicht lohnender Abend. Eine klarsichtige Vorlage, umsichtig umgesetzt. […] An Deutlichkeit lässt dieser Abend nichts aus. Schon gar nicht beim Besuch eines AfD-Patrioten-Treffens nach der Pause. […]  Regisseurin Martina Gredler hat den vergessenen Roman der österreichischen Autorin Maria Lazar dramatisiert und setzt eine stringente Szenenfolge mit spannendem Lichtdesign (Walter König) und gezieltem Sound (Vera Mohrs) zu einem Puzzle über „Die Eingeborenen von Maria Blut“ zusammen, das erschreckend modern ist: Inflation, Krise, Skandale, politische Zuspitzung, Verunglimpfung, Attacken auf die, die nicht „zu uns“ gehören – alles (schon) da. […] Ein starker Abend. Anstrengend, aber exzellent in der Umsetzung. Nahezu unheimlich: Lazars Blick in die Zukunft.
Kleine Zeitung (Uschi Loigge)

Wie sich das Unheil anschleicht
Als schrille szenische Collage setzt Gredler die von ihr erstellte Dramatisierung um. Andrea Eckert verkörpert den Dr. Meyer-Löw in all seiner Klugheit, Abgeklärtheit und Enttäuschung an der Menschheit. […] Wie sich das Unheil anschleicht, kann man gar nicht mehr beunruhigend nennen. Es ist schon erschreckend, wie da ein „identitärer“ Österreicher namens Martin (richtig unheimlich: Felix Oitzinger) als Gastreferent bei einem konspirativen AfD-Treffen ausführt, wie man legitime Staatsbürger im Zug einer „Remigration“ des Landes verweisen kann – zynischerweise „verfassungskonform“.
Der Standard (Michael Cerha)

Bewegend aktuell
Mit der Premiere von „Die Eingeborenen von Maria Blut“ hat das Stadttheater Klagenfurt einen ebenso intensiven wie nachhallenden Theaterabend präsentiert. Die Bühnenfassung von Maria Lazars Roman, inszeniert von Martina Gredler, traf das Premierenpublikum mit ihrer beklemmenden Aktualität, ein Abend, der noch lange beschäftigen dürfte. […] Die Inszenierung zeigt eindringlich, wie Krisenzeiten Radikalisierung begünstigen – und lässt dabei unübersehbare Parallelen zur Gegenwart aufscheinen. Regisseurin Martina Gredler setzt auf eine klare, konzentrierte Bildsprache und entwickelt aus Lazars Vorlage ein dichtes, atmosphärisch aufgeladenes Bühnenereignis. Besonderen Eindruck hinterließ Andrea Eckert, die in einer vielschichtigen Bühnenfunktion zugleich als Schauspielerin, Sängerin und Erzählerfigur durch den Abend führte. Diese anspruchsvolle Mehrfachrolle meisterte sie mit großer Präsenz und Intensität und verlieh der Inszenierung eine zusätzliche erzählerische Tiefe. Das Ensemble zeichnete insgesamt ein vielstimmiges Bild einer Gesellschaft am Abgrund. In kurzen prägnanten Szenen entfaltet sich ein Panorama von Angst, Opportunismus und Ausgrenzung – Themen, die erschreckend zeitlos wirken. Die Premiere wurde vom Publikum mit großem Applaus aufgenommen. „Die Eingeborenen von Maria Blut“ erweist sich als fordernder, aber lohnender Theaterabend, der historische Begebenheiten mit drängenden Fragen der Gegenwart verbindet.